Schindlerhof

KUNST im Schindlerhof

Die Kunstwerke im Schindlerhof

Goethe hat einmal gesagt: „Wenn Du Menschen bewegen willst, dann nutze die Natur oder die Kunst“. Beides finden Sie auf dem Schindlerhof!

Die Kunst trägt dazu bei, diesen Ort unverwechselbar zu prägen. Denn mentale Stärke baut sich nicht unwesentlich über die Bilder und Raumeindrücke auf, die uns umgeben. Zur Kunst des Denkens gesellt sich die Kunst des Fühlens und Erlebens.

Veranstaltungen, Seminare oder Schulungen bedürfen eines ganz speziellen Umfeldes, das zum Lernen inspiriert. Dazu ist es notwendig, Räume zu schaffen, die sich von den alltäglichen unterscheiden. Das Unternehmensumfeld wird ja häufig gerade deshalb verlassen, um an ungewohnten Orten die ausgetretenen Pfade im Denken und Fühlen zu vermeiden und neue Ideen bzw. die Bereitschaft für die damit verbundenen Prozesse und Veränderungen zu entwickeln.

DenkArt setzt klare visuelle Zeichen und Impulse für Innovationen. In der Begegnung mit den Werken zeitgenösssischer Künstlerinnen und Künstler entstand ein einmaliges und unverwechselbares Ambiente. Genießen Sie diesen ungewöhnlichen Ort der Begegnung und Anregung! Die Kunstwerke begleiten Sie auf Ihrem Weg, Ihr eigenes kreatives Potential in Ihrem Arbeitsfeld (wieder) zu entdecken.

Im Außenraum von DenkArt

Die hier positionierte Skulptur von Gisela Buchholz stimmt ein auf die Philosophie des Hauses. In den plastischen Arbeiten dieser Künstlerin dominieren menschliche Figuren. Mit dem Schneidbrenner aus der Stahlplatte herausgeschnitten, auf die wesentlichen Umrisse reduziert, schuf sie aus diesem starren Material ein Symbol für Bewegung und Leichtigkeit.

Beim Mobile für den Schindlerhof wird der Gedanke der Bewegung in den Figuren noch ein Stück weiter getrieben. Die Betrachter können selbst ins Geschehen eingreifen, die Skulptur in Schwung versetzen. Das Kreativzentrum Schindlerhof als ein Ort, der Seminarteilnehmer in Bewegung bringen und dazu beitragen möchte alte starre Strukturen aufzubrechen, für neue Richtungen zu öffnen, hat so eine unmissverständliche Metapher gefunden. Das Grundthema Veränderung ist ins Spiel gebracht.

Gisela Buchholz ist vor allem im deutschen, italienischen und französischen Raum mit ihren Arbeiten vertreten, die Stahlskulpturen fertigt sie selbst in ihrer Werkstatt.

In der Eingangshalle von DenkArt

Gleich beim Eintreten in das Tagungshaus DenkArt fällt der Blick auf ein Gemälde von Gerhard Rießbeck. Eine Schale mit brüchigem Rand. Sie wirkt wie selbstgeformt, steht als Gefäß gross und dominant im Raum. Ganz im Widerspruch zu unserer Alltagswelt der glatten Oberflächen, zeigt sie ihre raue Materialität. Zeigen wir unsere Unebenheiten, oder wird alles schnell verschleiert, geglättet, um nur ja nicht auf den Grund gehen zu müssen?

Das Gefäß steht im Zen-Buddhismus für die Leere, die wir benötigen, um Neues aufnehmen zu können.

Der 1964 geborene Gerhard Rießbeck studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und zählt zu den bekannten zeitgenössischen Künstlern im fränkischen Raum, dessen Werke in Sammlungen und Museen vertreten sind. Er begleitet immer wieder Expeditionen zum Nordpol, dabei entstehen seine Gemälde der Polarlandschaften.

Grosser Tagungsraum im Haus DenkArt

In seinen Licht- und Raumarbeiten stellt Stefan Becker Bewegungen und die Farbe des Sonnenlichts in Bezug zu diesem spezifischen Ort in den Mittelpunkt. Was passiert mit einem Lichteinfall zu einer bestimmten Stunde? Der Tagungsraum mit seinem Oberlicht, das sich in vielen kleinen Fenstern bricht, bevor es auf den begehbaren Teil trifft, lädt dazu ein, sich mit Kunst und Natur zu beschäftigen. Was nehmen wir überhaupt an Lichteindrücken wahr, in einer Zeit des schnellen Bildwechsels und der optischen Überfrachtung?

Stefan Becker arbeitete in New York und München. Seine Werke sind in zahlreichen internationalen Sammlungen und Museen vertreten.

Entrée zu den Gruppenräumen im Haus DenkArt

Elisabeth Mehrl nimmt mit ihren Leinwandarbeiten das Thema Gefäß wieder auf, das uns schon im Eingangsbereich begegnet. Je nach Standpunkt sind die Gefäße bei ihr mehr oder weniger sichtbar. Sie entziehen sich bewusst jeder Fixierung, tauchen auf und verschwinden wieder. Wie in der Op-Art sind unsere Sinne gefordert.

Das Gefäß galt neben seinem Gebrauchswert bereits in der Antike als Sinnbild des Menschen. Seine plastischen Ausformungen werden mit organischen Begriffen belegt – Fuß, Bauch, Schulter, Hals, Lippe. In Elisabeth Mehrls Arbeiten ist kein physischer Prozess nachvollziehbar, hier geht es um ein geistiges Bild des Menschen, seine Sehnsüchte und Hoffnungen. In unzähligen Farblasurschichten „baut“ sie ein Gefäß auf, lässt es verschwinden, holt es wieder hervor, bis es zuletzt so im Bild schwebt, wie wir es jetzt sehen. Der Zustand bleibt ein veränderlicher.

Elisabeth Mehrl erhielt zahlreiche Preise. 1994 vertrat sie Deutschland auf der Biennale in Kairo. Internationale Ausstellungen folgten, ihr Werk ist durch Kataloge und verschiedenen Filmportraits dokumentiert.

Flur und Gruppenräume im Haus DenkArt und im Seminarhaus

Alfred Kettmann ist hier mit kleinen Arbeiten vertreten. Sie zeigen seine Stärke mit minimalen Strichen Zeichen entstehen zu lassen, die uns an die asiatische Kalligraphie erinnern und doch universell verstehbar sind.

„Soweit ich mich in meiner Erinnerung selbst zurückverfolgen kann, sehe ich mich mit einem Zeichenstift. Kein Stückchen Papier war vor mir sicher, es musste mit Zeichen versehen werden“, so resümiert Alfred Kettmann. Diese jahrzehntelange Praxis in unterschiedlichsten graphischen Techniken verbindet er mit einer Lockerheit des Pinselstrichs, die mit zunehmendem Alter immer leichter und scheinbar müheloser mit einem einzigen Zug vollendete Zeichen setzt.

Alfred Kettmann wurde 1912 geboren und ist ein bekannter Künstler der fränkischen Region. Seine fundiertes, professionell handwerkliches Können in allen grafischen Techniken verhalf seinen Werken zu einer ganz einzigartigen Qualität und Tiefe.

ZeitRaum im Haus DenkArt

Von der Bedeutung des Kreises als vollkommene, geschlossene Form, als einfachstes geometrisches Zeichen, erzählen die Gemälde von Inea Gukema-Augstein. In Mythologie und Ritus, als Urform von Erde, Sonne und Mond, Steinkreis und Labyrinth – und der damit verbundenen Häufigkeit seiner kulthaften Darstellung in den frühesten Kunsterzeugnissen – zeigt sich der Kreis als das Urzeichen schlechthin.
Im Seminarraum verweist der Kreis auch auf die Runde der Seminarteilnehmer, ihre Gemeinsamkeiten, die Vollkommenheit von Gemeinschaft, die es für jeden Fortschritt braucht.

Inea Gukema-Augstein begann mit fotografischen Arbeiten über die Steinzeit, bevor sie selbst bildnerisch tätig wurde. Ihre Ausstellungstätigkeit ist in diversen Katalogen dokumentiert.

Im Restaurant unvergESSlich

Angefangen hatte alles mit einem der typischen französischen Brote, einem pain de campagne, aus einer der vielen kleinen Bäckereien, die es im Südwesten Frankreichs noch gibt. Der Beginn für ein umfangreiches „Archiv des Brotes“ war gelegt, das die Künstlerin Sabine Frank über drei Jahre verfolgte. Jeden Tag hat sie an einem anderen Ort in Frankreich, Italien, der Schweiz, Österreich und Deutschland ein Brot gekauft, gemalt und gegessen, das noch nach ursprünglichen Rezepten ohne Backmittel hergestellt wurde.

Sabine Frank dokumentiert damit auch die geschichtliche Bedeutung des Brotes als dem existentiellsten Lebensmittels im europäischen Raum. Auf den Privatdokumenten des 17. und 18. Jahrhunderts vermischt sich das „tägliche Brot“ mit Ehe- oder Pachtverträgen, Lebensgeschcihten aus drei Jahrhunderten. Bewusst wählt sie dafür das Medium der Malerei. Anders als in der Fotografie individualisiert und transformiert sie so ihre „Brot-Erfahrung“ im Malvorgang. All diese typisch traditionell gebackenen Brote werden damit unvergESSlich.

Sabine Frank lebt in Italien, sie ist mit ihren Stilleben und vor allem dem umfangreichen Brotprojekt in zahlreichen Sammlungen und Museen international vertreten.


Das Kunstkonzept für den Schindlerhof entstand in Zusammenarbeit mit der Eva Mueller Kunstberatung: www.kunstberatung.de
Texte und Fotos: ©Eva Mueller

Die Fotos sind nach den entsprechenden Orten benannt.


  • img/flag.cn.16x12.gif
  • img/flag.tr.16x12.gif
  • img/flag.ru.16x12.gif
  • img/flag.pt.16x12.gif
  • img/flag.es.16x12.gif
  • img/flag.it.16x12.gif
  • img/flag.fr.16x12.gif
  • img/flag.uk.16x12.gif
  • img/flag.de.16x12.gif
Suche nach:

Ihre Ansprechpartnerin:


Nicole Kobjoll

Steinacher Straße 6-10
90427 Nürnberg-Boxdorf
0911-9302-0
nicole@kobjoll.de

Hotel
Fon 0911-9302-0
hotel@schindlerhof.de
DenkArt
Fon 0911-9302-612
denkart@schindlerhof.de
Restaurant unvergESSlich
Fon 0911-9302-604
unvergesslich@schindlerhof.de
Schindlerhof
Steinacher Straße 6-10
90427 Nürnberg-Boxdorf
Fax 0911-9302-620
Schindlerhof App
Schindlerhof App für Android

QR-Codes anklicken und vergrößern.

Twitter
Twitter
Facebook